Samstag, 26 Mai, 2018
 
Busse News

VDL übergibt ersten E-Bus an KVB

29. Oct. 2015
Deutsch URL English URL Korean URL Japanese URL  

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) stellen die Bus-Linie 133 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 auf den Betrieb mit vollelektrischen Gelenkbussen um. Hierzu hat die KVB beim niederländischen Hersteller VDL Bus & Coach bv im Juli des vergangenen Jahres insgesamt acht batteriebetriebene Gelenkbusse bestellt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Investition mit insgesamt 1,92 Millionen Euro. Der erste E-Bus wurde heute durch den Hersteller VDL offiziell an die KVB übergeben. Die weiteren sieben E-Busse erreichen die KVB in den nächsten Wochen.

Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB: "Mit der Auslieferung des ersten E-Busses ist die nächste wichtige Etappe auf dem Weg zur ersten Elektrobus-Linie in Köln erreicht. Ab Dezember 2016 fahren rund 9.000 Fahrgäste auf der Linie 133 täglich CO2- und abgasfrei. Diese Investition war jedoch nur möglich, weil das Land Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung von 1,92 Millionen Euro und die KVB mit 1,25 Millionen Euro die Mehrkosten im Vergleich zu herkömmlichen Dieselbussen ausgeglichen haben."

Der Erwerb der acht E-Busse kostet 5,6 Millionen Euro. Ein batteriebetriebener Gelenkbus kostet 696.000 Euro; ein herkömmlicher Gelenkbus mit Dieselantrieb rund 300.000 Euro. Hinzu kommen Kosten zur Anpassung der Infrastruktur in der Werkstatt und wissenschaftliche Beraterleistung.

"Elektromobilität ist die Zukunft", sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. "Das Geld, das das Land in dieses Projekt investiert, ist gut angelegt." Die KVB selbst übernehme 70 Prozent der Kosten. "Durch die Innovationsfreude der KVB werden die Bürgerinnen und Bürger von der Alltagstauglichkeit von Elektroantrieben überzeugt und andere Verkehrsunternehmen motiviert, ebenfalls in solche Antriebe zu investieren", so der Minister. Diese Entwicklung sei ein wichtiger Beitrag zur Senkung der Feinstaub- und CO2-Emissionen in Städten sowie der Lärmbelästigung durch Dieselmotoren.

Die KVB ist das erste Unternehmen, das eine bestehende Linie komplett auf den Verkehr mit batteriebetriebenen Gelenkbussen umstellt. Mit dem E-Bus-Projekt gewinnen die KVB und der Hersteller VDL wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik, der Ladetechnik in der Werkstatt und auf der Strecke sowie in der Wartung der Fahrzeuge. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Zukunftstechnologie serientauglich und somit wirtschaftlich zu machen.

Jörn Schwarze, Vorstand Technik der KVB: "Bevor wir die E-Busse in den Fahrgastbetrieb bringen, werden wir die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherstellen. Zudem müssen die betrieblichen Bedingungen getestet und ggf. verändert werden. Die E-Busse müssen an die Ladestationen herankommen und dürfen nicht bei maximalem Stromverbrauch zu lange im Stau aufgehalten werden. Anderenfalls werden die Ladezeiten an den Endhaltestellen zu lang. Deshalb werden die Menschen in Köln in der Testphase ab Januar 2016 immer wieder E-Busse im Stadtbild sehen, mal einen, mal alle acht."

Die batteriebetriebenen, 18 Meter langen Gelenkbusse bieten den Fahrgästen, genauso wie die konventionellen Gelenkbusse des Unternehmens, 48 Sitz- und 110 Stehplätze. Sie besitzen drei Türen und sind durchgängig barrierefrei. Für den Fahrgast besteht kein Unterschied in der Nutzung der Busse. Die E-Busse des Herstellers VDL Bus & Coach werden im Stadtbild jedoch durch ihr Außendesign auffallen.

Der Einsatz der E-Busse auf der Linie 133 reduziert CO2-Emissionen im Umfang von etwa 520 Tonnen jährlich, die beim Dieselbetrieb entstehen. Hierfür wird Ökostrom der RheinEnergie AG bezogen. Zudem fahren die E-Busse komplett ohne Ausstoß von Schwefeldioxid, Stickoxiden, Feinstäuben und weiteren Schadstoffen. Nicht zuletzt sind die E-Busse wesentlich leiser als Dieselbusse und bieten den Fahrgästen somit einen noch größeren Fahrkomfort.

Die RheinEnergie ist ein wesentlicher Partner im E-Bus-Projekt. Die Konzernschwester der KVB hat den Aufbau und den Betrieb der Ladeinfrastruktur zur Versorgung der E-Busse mit elektrischer Energie übernommen. In diesen Monaten baut die Rhein-Energie zusammen mit dem niederländischen Unternehmen Heliox bv an den Endhaltestellen "Breslauer Platz" (Goldgasse) und "Zollstock Südfriedhof" insgesamt drei Lademasten zur Zwischenladung der E-Busse auf. An den Endhaltestellen werden die E-Busse nach ihrer Ankunft jeweils mit einer Ladeleistung von bis zu 240 Kilowatt (kW) zwischengeladen. Die Busse verfügen über einen ausfahrbaren Stromabnehmer des Unternehmens Schunk, der an der Ladehaube des Lademastens andockt.

Während in der Goldgasse ein Lademast errichtet wird, entstehen in Zollstock sogar zwei Lademasten, um die Flexibilität des E-Bus-Betriebs zu erhöhen. Während des täglichen Liniendienstes stehen den E-Bussen in der Regel nur wenige Minuten zur Zwischenladung zur Verfügung, so dass die Batterien mit einer Kapazität von über 100 Kilowattstunden (kWh) in der Regel nicht vollständig nachgeladen werden. Das hieraus über den Tag entstehende, für den regulären Betrieb aber unbedenkliche Energiedefizit kann erst in den nächtlichen Betriebspausen wieder ausgeglichen werden. Hierzu entstehen auf dem Betriebshof Nord der KVB derzeit acht Ladestationen, an denen über Nacht die vollständige Wiederaufladung der Batterien mit einer Ladeleistung von bis zu 50 kW erfolgen wird.

Lieferant der Batterien ist das Darmstädter Unternehmen Akasol. Die Hochleistungs-Batteriesysteme auf Li-Ionen-Basis ermöglichen E-Mobilität ohne unterstützenden Dieselmotor und ohne einen kontinuierlichen Anschluss an eine Oberleitung. Die Batterien können 7.000 Mal vollständig entladen und wieder geladen werden. Im täglichen Betrieb werden die Batterien jedoch nicht vollständig entladen, so dass die Lebensdauer der Batterien im Normalfall nicht unter der der E-Busse liegt. 

Die Übersicht über das E-Bus-Projekt der KVB zeigt, dass die Einführung der Elektromobilität im Busbetrieb nicht vergleichbar ist mit der Beschaffung neuer konventioneller Fahrzeuge. In der Zusammenarbeit mit den Projektpartnern wird die KVB ihren Umweltvorteil ausbauen und weiterhin ein aktiver Partner der Stadt Köln, des Landes NRW und der Bundesrepublik im Klima- und Umweltschutz sein.

Artikle von KVB Pressemitteilungen
Bearbeitet von Wonho Choi
Update am 29. Okt. 2015


Comments

    Kein Kommentar / There is no comment / 댓글은 힘이 됩니다.

About Our Magazine

Buslife is a Online Magazine especially for Bus Industries and Busfans. Since 2000, We have wrote many articles about buses in South Korea. From the year of 2012, Buslife has serviced for worldwide. If you have any question, please inform to me. wonho.choi (at) buslife.de

Login
Lost your Password?
Registration Login
Sign in with social account
or
A password will be send on your post
Registration Login
Registration